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Neues Schutzsystem im Caritas-Marienheim
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Ein elektronisches System schützt desorientierte Bewohner des Caritas-Marienheims (Altenheim und Kindergarten)
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| Heimleiter Günther Koller mit dem Personenmelder in Form einer Armbanduhr. |
Das Thema ist heikel, doch in Altenheimen tagtäglich aktuell: Immer wieder kommt es vor, dass Senioren mit einer Demenzerkrankung
dazu neigen, das Heim unbeaufsichtigt zu verlassen. Ihr innerer Drang, wegzulaufen, lässt sich nicht unterdrücken. Sie sind
dann nicht mehr in der Lage, ihr Handeln zu kontrollieren, irren in der Gegend umher und begeben sich in lebensgefährliche
Situationen. Nicht selten muss sie die Polizei suchen. Für Leiter und Pflegepersonal des Heims eine Schreckenssituation, zumindest
so lange, bis der Bewohner wieder auftaucht und man weiß, dass nichts passiert ist.
Im Marienheim leben derzeit 83 Heimbewohner, 54 davon sind an mehr oder minder schwerer Demenz erkrankt. Sechs der dementen
Bewohner sind sehr mobil und damit stark weglaufgefährdet. Es kam bereits öfter vor, dass der/die ein oder andere Senior/in
vom Pflegepersonal gesucht werden musste.
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Um diesen Personenkreis vor Eigengefährdung zu schützen, haben sich die Leitungsverantwortlichen des Hauses Alfons Kurz, Geschäftsführer
des Caritasverbandes Amberg Sulzbach, Heimleiter Günther Koller und Pflegedienstleitung Anita Spitzl für die Einrichtung eines
berührungslosen Personenschutzsystems entschieden.
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Die 88-jährige Heimbewohnerin Maria Schmidbauer (links) ist nicht von Demenz betroffen. Lediglich zu Demonstrationszwecken
ließ sich die Heimbeiratsvorsitzende die &bdquoArmbanduhr&ldquo anlegen. Von links: Heimleiter Günther Koller, Geschäftsführer
d. Caritasverbandes Am-Sul Alfons Kurz, Altenpflegerin Margit Kaczorowski und Pflegedienstleitung Anita Spitzl
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Desorientierte Bewohner können sich dank dieser Technik Tag und Nacht frei im Haus bewegen. Auch der Garten ist nutzbar.
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| Frau Schmidbauer beim Verlassen des Marienheimgeländes. |
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| Frau Spitzl mit Handy auf dem das Signal des Personenmelders erscheint. |
Dabei tragen die Betroffenen einen Personenmelder in Form einer Armbanduhr am Handgelenk, der sich nur mit Hilfe eines Magneten
lösen lässt. Sobald ein weglaufgefährdeter Bewohner in den Türbereich tritt, der mit dem neuen System abgesichert ist, ertönt
ein Signal auf dem Handy der Schwestern.
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Derzeit tragen sechs demente Senioren diesen Personenmelder.
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Für dieses Schutzsystem sind keine Fixierungsbeschlüsse des Vormundschaftsgerichts notwendig.
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Das Caritas-Marienheim bietet damit neben der speziellen Betreuung Demenzkranker größtmögliche Sicherheit für seine Bewohner,
und ermöglicht ihnen trotzdem weitgehende Selbstbestimmung.
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