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Stand: 10.11.2015

Verabschiedung

Leiterin der Fürstlichen Notstandsküche im Ruhestand

Gerti RissmannCaritas Regensburg

Gerti Rißmann leitete jahrzehnterlang die Notstandsküche. Nun wurde sie verabschiedet. Ihr war es stets wichtig, dass sich die Gäste nicht als Almosenempfänger fühlten. 

Eine Ära geht zu Ende: Gerti Rißmann, die Leiterin der Fürstlichen Notstandsküche, wurde kürzlich in den Ruhestand verabschiedet. Caritasdirektor Michael Weißmann ließ es sich nicht nehmen, sie persönlich zu verabschieden. Gemeinsam mit Alfred Damberger, Leiter der Caritas-Sozialberatung, und weiteren Caritas-Mitarbeitern bedankte er sich im barocken Speisesaal des Regensburger Schlosses Thurn und Taxis für die langjährige Zusammenarbeit. Seit Jahrzehnten leitete Rißmann die Fürstliche Notstandsküche. 

"Die Notstandsküche soll nicht den Charakter einer Armenküche haben, sondern den einer Gaststätte", sagte Rißmann. Sie legte stets Wert darauf, dass sich die Essensempfänger nicht als Almosenempfänger fühlten. Zudem gehe es nicht nur um Essen, sondern auch um soziale Kontakte und den Schutz vor der Einsamkeit. "Die Kommunikation ist besonders für die Älteren wichtig." 

Fürst Albert von Thurn und Taxis gründete die Notstandsküche im Jahr 1919. Anfangs war sie nur in den Wintermonaten geöffnet, seit 1923 ganzjährig. Während des Zweiten Weltkriegs war die Einrichtung geschlossen, sie öffnete aber 1945 wieder und wurde seither ohne Unterbrechung weitergeführt. Heute kommen täglich etwa 150 Bedürftige zum Mittagessen. 

Der Caritasverband für die Diözese Regensburg ist seit 1951 Rechtsträger der Fürstlichen Notstandsküche und gibt dafür die Berechtigungsscheine aus. Sie sind drei Monate lang gültig. Sozialhilfeempfänger, alleinerziehende Mütter, Rentner, Arbeitslose, Geringverdiener und Studenten nehmen das Angebot dankend in Anspruch.