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Berlin / Freiburg - Der Verband katholischer Altenhilfe in Deutschland (VKAD) und die Caritas-Dienstgeber (DGS) haben ihren gemeinsamen Vergütungsvergleich für die Langzeitpflege aktualisiert.
Der Vergütungsvergleich stellt die Einkommen von Pflegefachkräften, Pflegehilfskräften und Auszubildenden bei der Caritas den Gehältern anderer Pflegeträger sowie ausgewählter Ausbildungsberufe gegenüber. Auch im Jahr 2025 lagen die Caritas-Vergütungen in allen betrachteten Qualifikationsstufen deutlich über dem Branchendurchschnitt. Pflegefachkräfte in Vollzeit erreichen ein durchschnittliches Bruttoentgelt von 4.407 Euro pro Monat.
Hilfskräfte weiterhin größte Gewinner der Vergütungsentwicklung
Besonders stark profitieren Pflegehilfskräfte von der Vergütungsstruktur der Caritas. Ungelernte Hilfskräfte kommen im Durchschnitt auf 3.564 Euro brutto im Monat, Hilfskräfte mit einjähriger Ausbildung auf 4.007 Euro. Sie verdienen damit knapp 800 Euro mehr als bei anderen Trägern der Langzeitpflege.
Auch die Ausbildungsvergütungen bewegen sich weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Auszubildende zur Pflegefachkraft erhalten zum Beginn bereits 1.416 Euro brutto monatlich. Im Durchschnitt über die gesamte Ausbildungszeit liegen sie mit 1.490 Euro erneut spürbar über vergleichbaren Ausbildungsvergütungen in Industrie- und Dienstleistungsberufen.
Dazu Barbara Dietrich-Schleicher, Vorsitzende des VKAD: "Gute Arbeitsbedingungen zeigen sich auch auf der Gehaltsabrechnung. Die Caritas übernimmt hier seit jeher Verantwortung und setzt damit ein klares Signal der Wertschätzung für den Pflegeberuf."
Johannes Brumm, Sprecher der DGS: "Die Caritas steht für attraktive Vergütungen. Die Sozial- und Pflegebranche muss wettbewerbsfähig sein. Wir setzen uns in der Politik dafür ein, dass die dazu dringend nötige Pflegereform den strukturellen und finanziellen Herausforderungen in der Pflege Rechnung trägt und das System zukunftsfest macht"