von links: Helmut Fischer, Vors. Seniorenunion; Katharina Morgenstern, stellv. PDL; Alexandra Pirner, Fachstelle für pflegende Angehörige; Günther Koller, Geschäftsführer.ÖS Su-Ro
Eine stattliche Abordnung der Seniorenunion des Kreisverbandes Amberg-Sulzbach unter der Leitung ihres Vorsitzenden Helmut Fischer besuchte die Ökumenische Sozialstation Sulzbach-Rosenberg um sich über die zahlreichen Dienstleistungen der Ambulanten Pflegeeinrichtung zu informieren.
Geschäftsführer Günther Koller gab zunächst einen Überblick über die Entwicklung der Pflegeversicherung seit Einführung im Jahr 1995. Mit den Pflegestärkungsgesetzen II und III hat nun die ambulante Pflege einen richtigen "Kick" bekommen. Das politische Ziel "ambulant vor stationär" wird umgesetzt. Caritas-Geschäftsführer Koller sieht jedoch keinen Anlass die stationäre Pflege ins zweite Glied rücken zu lassen. "Ambulant und Stationär", wäre seiner Meinung nach der richtige Slogan, auch wenn von den 2,8 Mio. Pflegebedürftigen in Deutschland 70 % zu Hause gepflegt werden.
Die stellvertretende Pflegedienstleiterin, Katharina Morgenstern, stellte die Dienstleistungen der Sozialstation im Einzelnen vor. Gegenwärtig sind 62 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. 26 Dienstfahrzeuge sind täglich im Einsatz. Im Jahre 2016 wurden 692 Patienten betreut, 412.492 km zurückgelegt und 24.726 Portionen "Essen auf Rädern" ausgeliefert. Damit ist die Ökumenische Sozialstation Sulzbach-Rosenberg eine der großen Ambulanten Pflegeeinrichtungen in Bayern.
Pflegefachkraft Alexandra Pirner stellte die neu konzipierte Beratungsstelle für pflegende Angehörige vor.
Als politische Organisation ist für die Mitglieder der Seniorenunion natürlich interessant welche Auswirkungen die Pflegestärkungsgesetze auf die Kommunen haben. Günther Koller führte aus, dass die Rolle der Kommunen in der Pflege in den Bereichen Beratung und Sicherstellung der Versorgung gestärkt wird. Insbesondere mit den Bereichen Auf- und Ausbau niederschwelliger Angebote, Sicherstellung der Versorgung und altersgerechtes Wohnen werden neue Aufgaben auf die Kommunen zukommen. Der Landkreis Amberg-Sulzbach hat zusammen mit den Pflegeanbietern hierzu bereits erste Akzente bei der Erstellung des Seniorenpolitischen Gesamtkonzeptes gesetzt.