Von links: Geschäftsführer Günther Koller, Verwaltungsleiterin Birgit Singer-Grimm, MdB Susanne Hierl, stellv. PDL Ulrike Meier (Sozialstation) und PDL Katharina Morgenstern (Tagespflege) nach dem Besuch der Ökum. Tagespflege Sulzbach-Rosenberg.Foto: Abgeordnetenbüro Hierl
Bereits der Rundgang durch die neu errichtete Ökumenische Tagespflege und das Gespräch mit den Mitarbeiter*innen sowie den Gästen beeindruckte die Abgeordnete.
Viel Gesprächsstoff gab es bei der anschließenden Diskussion mit den Leitungsverantwortlichen der Caritas Amberg-Sulzbach. Erfreut zeigte sich Geschäftsführer Günther Koller über das breite Wissen von Susanne Hierl, MdB, was die Vergütung der Mitarbeiter*innen nach AVR-Caritas angeht. "Insbesondere die Bezahlung eines Auszubildenden im 1. Ausbildungsjahr mit einer monatlichen Vergütung in Höhe von ca. 1.200,00 € ist enorm", so die Abgeordnete.
Selbstverständlich wurde die einrichtungsbezogene Impfpflicht in ihrer gegenwärtigen Form heiß diskutiert. Mitglied des Vorstands, Wolfgang Rattai und Verwaltungsleiterin Birgit Singer-Grimm listeten die Angaben auf, die von Seiten der Einrichtungen zu machen sind und welche Konsequenzen das Ganze haben kann. Susanne Hierl machte ihren Unmut deutlich, dass diese Entscheidung im Deutschen Bundestag nur in einem Paket getroffen werden konnte. Hierl plädierte dafür, getrennte Abstimmungen zu machen, was jedoch von einer Mehrheit der Mitglieder des Deutschen Bundestags abgelehnt worden war.
Großes Lob sprach Koller den Mitgliedern des Deutschen Bundestags für die Entscheidung aus, künftig nur noch Pflegeanbieter zuzulassen, die nach Tarif bezahlen. Eine bereits von den privaten Pflegeanbietern geforderte Übergangslösung lehnte er strikt ab.
Einen breiten Raum nahm die ständig wachsende Bürokratisierung ein. Gerade die Pflegedienstleitungen beklagten, dass das von der Politik viel zitierte Wort des Bürokratieabbaus in den letzten Jahren ins Gegenteil verkehrt worden ist. Die Digitalisierung und der zum Teil extreme Fachkräftemangel, die Quartiersöffnung und die mangelhafte Investitionsförderung waren weitere Diskussionsthemen.
Geschäftsführer Günther Koller bedankte sich für die lange Zeit, die sich Susanne Hierl für die Besichtigung und die Pflegethemen genommen hat. Die Abgeordnete zeigte sich sichtlich beeindruckt vom Umfang der ambulanten und stationären Pflegeleistungen der Caritas Amberg-Sulzbach.