Ministerialdirektor Christian Schoppik im Kinderhaus DigiMINTKids.Foto: Wirtschaftsförderung Amberg
Soziales Christian Schoppik mit Mitarbeitenden des Ministeriums zu einem Arbeitsgespräch in das Caritas-Kinderhaus "DigiMINTKids" einzuladen. Ziel war die Diskussion von Möglichkeiten für Folgeprojekte aus dem Bündnis.
In einem Rundgang durch die offene Werkstatt zeigte Leiterin Brigitte Netta mit einigen Kindern und Eltern an verschiedenen Stationen das Entdecken, Ausprobieren und Forschen der Kinder in der digitalen Welt auf. Ministerialdirektor Schoppik zeigte sich von der Herangehensweise beeindruckt. Das technische Interesse bei Kindern wird geweckt. Sie lernen die Bedeutung und vielfältigen kreativen Verwendungsmöglichkeiten digitaler Medien in einem geschützten Raum kennen und werden bei ihrem kreativen, kritischen und sicheren Umgang mit Medien frühzeitig begleitet.
"Runder Tisch" bei DigiMINTKidsFoto: Wirtschaftsförderung Amberg
Nach dem Rundgang zog man sich zum Arbeitsgespräch zurück, an dem neben den Gästen aus München und der Einrichtungsleiterin auch Michael Trummer vom Caritasverband Amberg-Sulzbach e. V. als Träger der Kita und Karlheinz Brandelik von der Wirtschaftsförderung Amberg teilnahmen.
Brigitte Netta (Leiterin DigiMINTKids), Michael Trummer (Caritas-Vorsitzender), Hans-Jürgen Dunkl (Referatsleiter Kindertagesbetreuung ZBFS) und Ministerialdirektor Christian Schoppik zeigten sich beeindruckt Foto: Wirtschaftsförderung Amberg
Netta und Brandelik gaben einen Überblick über die Projekte des Bündnisses seit Gründung. Eigentlich zum Corona-Lockdown als Unterstützernetzwerk für eine alltagsintegrierte MINT-Bildung gedacht, wurde den Partnern aus unterschiedlichsten Lebensbereichen wie Hochschule, Erwachsenenbildung, Wirtschaft, freiwillige Zeitschenker*innen und anderen schnell klar, dass mit dem Bündnis ein völlig neuer Weg der Einbindung beschritten wurde. Die Idee, Kinder bereits in jungen Jahren aktiv in gesellschaftliche Bereiche einzubinden und mit ihnen gemeinsam unabhängig von Herkunft und sozialer Situation digitale Bildung zu gestalten, begeisterte nicht nur die Netzwerkpartner aus den verschiedenen Bündnisclustern. Mit der Platzierung unter die besten 10 beim Deutschen Kitapreis 2022 sorgte das Bündnis bereits für bundesweite Furore.
Auf den bisherigen Erfolgen aufzubauen, den jungen Gedanken dieser zeitgemäß konzipierten frühkindlichen Bildung weiterzuführen und vor allem anderen Bildungseinrichtungen Einblicke in die Bündnisarbeit zu geben, ist Ziel des Bündnisses. Hierfür bietet ein von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft geplanter Neubau - die Wirtschaftsförderung ist auch aktueller Vermieter für die Kita DigiMINTKids - optimale Möglichkeiten.
Die Einbindung der Kita in die Lebensbereiche, also in die verschiedenen Cluster des Bündnisses, erfordert offene Schnittstellen, die im Neubau durch multifunktionale Raumkonzepte umgesetzt werden können. Diese aufgebrochenen Raumstrukturen können Bildungsmarktplatz für Alt und Jung sein: Kinderbildung und -betreuung tagsüber, Erwachsenenveranstaltung abends und dazwischen Freiraum für generationsübergreifende Projekte. Die aktuellen Summenraumprogramme für die staatliche Investitionskostenförderung bilden derartige Raumstrukturen jedoch bisher nicht hinreichend ab.
Die Gäste aus München begrüßen ein flexibles und multifunktionales Raumkonzept der zukünftigen Einrichtung. Mischnutzungen von Räumen für frühkindliche Bildung und Erwachsenenveranstaltungen entsprächen nicht nur modernen Raumnutzungskonzepten, sondern seien auch wertvolle Basis für einen lebendigen Austausch der beteiligten Cluster des Bündnisses mit den DigiMINTKids. Das Bündnis DigiMINTKids sei ein Vorzeigeprojekt, dessen Entwicklung man interessiert verfolge und begleite.